Hip Hop und Kampfsport treffen sich

 von Kaspar Taubenbeck

Ein Wochenende Hip Hop tanzen: das war für Kaspar Taugenbeck die etwas andere Art, die Trainerlizenz zu verlängern. Kaspar Taugenbeck, seit dreißig Jahren aktiver Kampfsportler, treibt sich normalerweise eher auf Selbstverteidigungs- und Waffentechnikenlehrgängen um und wusste also nicht, was er vom Lehrgang "Hip Hop" erwarten sollte. Da in der Ausschreibung "auch für Männer" stand, ging er guten Mutes dahin. Groß war die Überraschung als er der einzige Mann im Kurs war. Aber viel Zeit darüber nachzudenken hatte er nicht, da die Trainerin Daniela sofort mit voller Power loslegte. Zuerst gab es ein Warm-up, das anderthalb Stunden dauerte. Und erst danach fing das Einüben der Tänze an: Schritt nach vorn, Schritt nach hinten, Schritt zur Seite, soft-turn, step and touch und immer zählen: eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht und langsam und schnell und hochspringen und zum Boden und so immer weiter.

Der Kurs am Samstag dauerte sieben Stunden aber die waren im Fluge vorbei und für Langeweile war keine Zeit. Das lag natürlich auch an der Trainerin Daniela, die stets die TeilnehmerInnen anspornte und keine Sekunde stillstand. Am Sonntag gab es noch einmal vier Stunden Training. Am Ende durften die TeilnehmerInnen zeigen, was sie gelernt hatten, indem sie eine Choreographie selber zusammenstellten und dann vorführten.

Auch wenn Kaspar Taugenbeck danach Muskelkater hatte, so war er sehr zufrieden. Denn nicht nur kann er jetzt mitreden wenn die Jungen im Training ganz cool "Hip Hop" tun, sondern er will auch viele Elemente des Warm-up und die Tanzpässe in sein Training einbeziehen. Gute Beinarbeit ist ja beim Kampfsport immer wichtig!

Fotos: Kaspar Taugenbeck